Vielseitige Bildung durch ein breites Spektrum an Fächern.

Fächer

An unserer Schule bieten wir ein breites Spektrum an Fächern an, die den Schülerinnen und Schülern eine umfassende und vielseitige Bildung ermöglichen. In der Sek I gibt es die Möglichkeit, im WP 1 Bereich zwischen Französisch und Latein zu wählen, im WP 2 zwischen zahlreichen Angeboten aus allen Fachbereichen. In der Sek II können die meisten Fächer als Grund- oder Leistungskurs gewählt werden. 

  • Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik und Literatur
  • Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik 
  • Erkunde, Geschichte, Sozialwissenschaften & Politik, Pädagogik
  • Religion & Sport

Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik und Literatur

Deutsch

Der Deutschunterricht an der Marienschule geht über traditionellen Literaturunterricht hinaus und fördert Lesekompetenz, Sprach-, Schreib- und Medienkompetenz. Durch produktionsorientierte Verfahren wird nicht nur das rezeptive, sondern auch das kreative Sprachvermögen der Schülerinnen und Schüler gestärkt.

 

  • Methodisches Kompetenztraining

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird ein fächerübergreifendes Kompetenztraining durchgeführt, das kooperative Arbeitsformen und die Sprachkompetenz fördert. Hier lernen die Schüler, miteinander zu kommunizieren, Informationen auszutauschen und Ergebnisse zu präsentieren.

 

  • Förderung der Lesekompetenz

Eine umfangreiche Schülerbibliothek bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung der Lesekompetenz und Lesefreude. Lesenächte und Materialien für eigenständiges Arbeiten mit Sachtexten und literarischen Quellen sind fester Bestandteil des Schulalltags.

 

  • Zeitungsprojekt

In der Mittelstufe wird regelmäßig ein Zeitungsprojekt in Kooperation mit der „Rheinischen Post“ durchgeführt. Die Schüler lernen Aufbau und Funktionsweise eines Printmediums kennen und sammeln erste Erfahrungen im Schreiben journalistischer Texte.

 

  • Kreative Kurse

Um die analytischen Arbeitsweisen im Deutschunterricht auszugleichen, werden in Klasse 8 ein Differenzierungskurs „Szenisches Spiel“ und in der Qualifizierungsstufe ein Literaturkurs angeboten. Beide Kurse fördern die kreativen Begabungen der Schüler durch szenische Interpretationen und Aufführungen.

 

  • Außerunterrichtliche Angebote

Die Theater-AG für die Mittelstufe und die Revue-AG für die Oberstufe ergänzen das kreative Angebot. Ein schulinterner Kreativ-Schreibwettbewerb und die Teilnahme am Leverkusener Literaturfestival „lev.liest“ bieten weitere Möglichkeiten zur Förderung.

 

  • Literarische Veranstaltungen

Lesungen und Gastspiele für verschiedene Jahrgangsstufen sowie die Kooperation beim Leverkusener Literaturfestival unterstützen die Hinführung zu literarischen Werken.

 

  • Erziehungsauftrag

In der Oberstufe werden Aspekte wie Sinnfindung, Lebensgestaltung und die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft thematisiert. Ziel ist es, die Schüler zu mündigen und verantwortlichen Persönlichkeiten heranzubilden.

 

Englisch

Die globale Bedeutung der englischen Sprache macht ihre Vermittlung zu einer zentralen Aufgabe der Marienschule. Englisch ist die am häufigsten erlernte Schulsprache in Europa und wird von den meisten Menschen mit anderen Muttersprachen verstanden und genutzt. Jugendliche begegnen Englisch täglich in der Jugendkultur und den Medien.

 

  • Grundlagen und Aufbau

In der Sekundarstufe I basiert der Unterricht auf dem Lehrwerk „Green Line“. Hier wird die Progression der kommunikativen Kompetenzen durch regelmäßige mündliche Prüfungen ergänzt. In der Sekundarstufe II baut der Unterricht auf den erworbenen Kenntnissen auf und richtet sich nach den Vorgaben des Landes NRW. Die Themenvielfalt ermöglicht den Schülern, die englischsprachige Welt in ihrer literarischen, kulturellen und sozio-politischen Komplexität zu erfahren und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.

 

  • Methodische Kompetenzen

Die Marienschule legt besonderen Wert auf die Vermittlung methodischer Kompetenzen im Sinne einer ganzheitlichen Bildung. Durch spiralförmiges Lernen sollen die Schüler nicht nur Lese- und Hörverstehenstechniken erlernen, sondern auch kooperativ und selbstständig arbeiten. Offene Arbeitsformen in den Stufen 5 und 6 sowie spezielle Selbstlernmappen für die Stufen 6–9 unterstützen diesen Prozess. In der Oberstufe bieten Programme wie „Schüler helfen Schüler“ und „Lehrer helfen Schülern“ gezielte Förderung.

 

  • Authentische Erfahrungen

Jährliche Englandfahrten und Schüleraustausche mit einer Schule in Romford nahe London bieten den Schülern der Stufen 8 und 9 die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in authentischen Situationen zu erproben und die englische Kultur hautnah zu erleben. Seit 2015 arbeiten Schüler beider Schulen in Ypern (Belgien) zum Thema „World War I – Teaching historical thinking“. Kursfahrten nach Großbritannien und Irland ergänzen das Angebot der Sekundarstufe II.

 

  • Wettbewerbe und Zertifikate

Die Marienschule beteiligt sich an Wettbewerben wie dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen und „Juvenes Translatores“ sowie internationalen Projekten wie Erasmus+. Schüler der Sekundarstufe II können sich zudem auf das Sprachzertifikat CAE der Universität Cambridge vorbereiten und die Prüfung an der Marienschule ablegen.

 

 

Französisch

Französisch kann an der Marienschule ab der Jahrgangsstufe 7 als zweite Fremdsprache und ab der Jahrgangsstufe 9 im Differenzierungsbereich als dritte Fremdsprache gewählt werden. In der Sekundarstufe II wird Französisch als Grund- und Leistungskurs angeboten.

 

  • Lehrwerke und Methodik

In der Sekundarstufe I arbeiten wir mit den Lehrwerken „À plus“ von Cornelsen und im Differenzierungsbereich mit „Cours Intensif“. Diese modernen Lehrwerke ermöglichen medienunterstütztes Lernen, unterstützt durch elektronische Tafeln in mehreren Unterrichtsräumen. Authentische Lehrmaterialien ergänzen die Arbeit und fördern einen schüler- und handlungsorientierten Unterricht.

 

  • Kommunikative und Interkulturelle Kompetenzen

Wir legen großen Wert auf konkrete Anwendungsbezüge und berücksichtigen dabei die Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler. Methodische Kompetenzen werden systematisch geschult, um kooperatives, selbstständiges und selbstreflexives Sprachenlernen zu fördern. Vielfältige Lerngelegenheiten regen zu authentischer Kommunikation an und stärken die mündliche Kommunikationsfähigkeit, ohne die Textrezeption und schriftliche Textproduktion zu vernachlässigen.

 

  • Prüfungen und Zertifikate

Zur Förderung der Mündlichkeit führen wir auch mündliche Prüfungen durch, die Klassenarbeiten ganz oder teilweise ersetzen. Seit mehreren Jahren bieten wir die Möglichkeit, das französische Sprachzertifikat DELF (A1 - B2) zu erwerben. Eine wöchentliche AG bereitet die Schüler gezielt auf die Prüfungen vor.

 

  • Austauschprogramme und Exkursionen

Unsere Austauschprogramme mit französischen Schulen bieten den Schülern die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der Praxis zu erproben und interkulturelle Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Ein einwöchiger Austausch mit dem Collège Camille Claudel in Villeneuve d’Ascq und ein Austausch mit dem Lycée Institut Notre Dame in St. Nazaire sind feste Bestandteile unseres Programms. Eine eintägige Exkursion nach Liège ermöglicht jüngeren Schülern erste Kontakte im französischsprachigen Ausland.

 

  • Unterstützende Förderung

Für die Stufen 6–9 bieten wir unterstützende Förderung an. Die Schüler arbeiten mit individuellen Selbstlernmappen zu bestimmten Themenbereichen, die ihnen noch Schwierigkeiten bereiten.

 

Latein

An der Marienschule erfreut sich Latein seit Jahren sehr großer Beliebtheit. Als fast einzige Schule in weiter Umgebung kann die Marienschule seit vielen Jahren in der Oberstufe in jedem Jahr einen Grundkurs anbieten – manchmal sogar einen Leistungskurs. Wir können mit Recht darauf stolz sein, dass wir jährlich Schülerinnen und Schüler mit großem Erfolg zum Abitur führen.

 

  • Warum Latein?

Latein erleichtert das Erlernen romanischer Sprachen und viele Fremdwörter im Alltag stammen aus dem Lateinischen. Die Aussprache ist einfach, da es so gesprochen wird, wie es geschrieben steht. Latein fördert zudem ein tieferes Verständnis der deutschen Sprache und bildet eine der Grundlagen der europäischen Kultur, sei es in Literatur, Philosophie, Politik oder Architektur.

Latein bildet ein tieferes Verständnis der deutschen Sprache aus: Sowohl was die Übersetzungsmöglichkeiten einzelner Wörter, die man je nach Textzusammenhang als Schüler*in selbst bestimmt, als auch was die lateinische Grammatik und ihre Übertragung in einen deutschen Satz angeht. Latein schult problemlösendes Denken und fördert Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Es trainiert die genaue Beobachtungsgabe, da jede kleine Änderung in einem Wort die Bedeutung eines ganzen Satzes verändern kann. Zudem bietet Latein viel Spaß durch die Entdeckung der römischen Welt, Mythen und Geschichte.

 

  • Für wen ist Latein die passende Sprache? 

Für alle, die gerne knobeln und nachdenken; die sich für die Römerinnen und Römer und ihre Welt interessieren, und bereit sind, Vokabeln und Grammatik zu lernen.

 

  • Lehrwerk und Lernplattform

Wir arbeiten in Latein ab der siebten Klasse mit dem Lehrbuch Pontes des Klett-Verlags. Dieses Lehrwerk bietet spannende Texte, abwechslungsreiche und differenzierte Übungen, interessante Hintergrundinformationen und Übungen zur Selbstüberprüfung, mit denen Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig ihre Schwächen zu erkennen und zu verbessern sowie ihre Stärken zu fördern. Um eine nachhaltigen Wortschatz aufzubauen arbeiten wir an der Marienschule mit der Lernplattform Navigium.

 

  • Einführungsphase und Oberstufe

Im Anschluss an die Lehrbuchphase lesen die Lernenden mit Hilfe eines Wörterbuches Werke von Autoren wie Plinius, Hyginus, Piccolomini und Caesar. 

Für die Einführungsphase hat sich die Fachkonferenz auf die Lektüre des Autors Ovid für das erste Halbjahr und des Autors Cicero für das zweite Halbjahr geeinigt. 

 

  • Wettbewerbe und Exkursionen

Zu der Beliebtheit und Belebung des Faches tragen an unserer Schule die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Legamus Latine des Erzbistums Köln sowie die zahlreichen Exkursionen in die römische Umgebung nach Köln, Bonn und Xanten bei. Auch Studienfahrten nach Italien (bevorzugt Pompeji und Golf von Neapel sowie natürlich Rom) sind Bestandteil unseres Fahrtenprogramms.

 

Spanisch

Spanisch hat einen festen Platz im Fächerkanon der modernen Fremdsprachen an der Marienschule, was auf seine internationale Bedeutung zurückzuführen ist. Mit über 400 Millionen Muttersprachlern ist Spanisch eine Weltsprache und Amtssprache in 19 Staaten. Es spielt eine wichtige Rolle in internationalen Organisationen und wird weltweit häufig als Fremdsprache gewählt.

 

  • Inhalte und Bedeutung

Der Spanischunterricht umfasst Themen wie die arabische Herrschaft auf der iberischen Halbinsel, präkolumbianische Kulturen Hispanoamerikas, Spaniens Rolle als Brückenstaat zwischen Europa und Afrika, Migrationsbewegungen und Einblicke in die Gesellschaft, Geschichte, Wirtschaft, Politik und Kultur Spaniens und Lateinamerikas. Das Erlernen der spanischen Sprache kann somit eine persönliche und berufliche Bereicherung sein.

 

  • Unterricht und Lehrwerke

Spanisch wird an der Marienschule als neueinsetzende Sprache in der Sekundarstufe II oder als dritte Fremdsprache im Differenzierungsbereich angeboten. Die Schüler lernen Spanisch in der Regel als dritte oder vierte Fremdsprache, was eine schnelle Progression ermöglicht. In der Sekundarstufe I wird mit dem Lehrwerk „Encuentros“ und in der Sekundarstufe II mit „Atope“ gearbeitet. Authentische Materialien, audiovisuelle Medien und computergestützte Einheiten ergänzen den Unterricht. Die Vertiefung und Erweiterung von Lernstrategien und Arbeitstechniken fördern das selbstständige Lernen und Arbeiten.

 

  • Austauschprogramme und Wettbewerbe

Die Schüler können ihre Fremdsprachenkenntnisse im Rahmen von Austauschprogrammen mit der Deutschen Schule in Santiago de Chile anwenden und vertiefen. Seit 2017 besteht auch die Möglichkeit, das Berufspraktikum in Spanien zu absolvieren. Die Schüler nehmen an internationalen Wettbewerben wie dem „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“ und dem Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“ teil.

 

  • DELE-Zertifikate

Die Marienschule ist seit 2009 Prüfungszentrum für die DELE-Prüfung in Leverkusen. Die DELE-Zertifikate, die auf 6 Niveaustufen (A1, A2, B1, B2, C1, C2) Kenntnisse in Lesen, Hörverstehen, Schreiben und Sprechen attestieren, werden vom spanischen Kultusministerium vergeben und eröffnen den Schülern zusätzliche Chancen bei Bewerbungen und im Studium.

 

Hebräisch

Die Marienschule bietet in Zuammenarbeit mit Herrn Häuser vom Otto Hahn Gymnasium in Bergisch-Gladbach das Fach Hebräisch als reguläres Oberstufenfach an. Der Unterricht findet einmal pro Woche nachmittags in Bergisch-Gladbach statt. Bei der Stundenplangestaltung wird auf das Fach Rücksicht genommen.

In der Vergangenheit ist Hebräisch regelmäßig von einigen Schülerinnen und Schülern einer Stufe gewählt worden.

Italienisch

  • Warum Italienisch?

Oft wird Italienisch gewählt, weil es zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen zählt. Aber es gibt noch viel mehr Gründe, die für das Erlernen der italienischen Sprache sprechen. Italienisch ist die moderne Version des Lateinischen, der Muttersprache Europas. Ein beträchtlicher Anteil der EU-Bürger spricht Italienisch als Muttersprache: nach Deutsch und neben Englisch und Französisch gehört Italienisch zu den meistgesprochenen Muttersprachen in der EU. Auf der ganzen Welt sprechen circa 70 Millionen Menschen Italienisch als Muttersprache und von diesen leben ungefähr 650 000 in Deutschland (damit stellen die Italiener die zweitgrößte Ausländergruppe in der BRD). Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner der BRD und deshalb kommt dem Italienischen im Hinblick auf Fremdsprachenkenntnisse im Groß- und Außenhandel in Europa eine besondere Bedeutung zu. Italienisch ist eine bedeutende Kultursprache. Zahlreiche italienische Werke gehören zur Weltliteratur und Italien verfügt über immense Kunstschätze. Außerdem sind schulische Italienischkenntnisse gute Voraussetzungen für bestimmte Studienfächer wie Romanistik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Archäologie sowie für die von verschiedenen Universitäten (u.a. Bonn, Regensburg) angebotenen deutsch-italienischen Studiengänge. Das Erlernen der italienischen Sprache ist verhältnismäßig leicht, insbesondere wenn schon Latein bzw. andere moderne romanische Sprachen wie z.B. Französisch erlernt wurden. 

 

  • Italienisch an der Marienschule

Das Fach Italienisch hat an der MSO als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe eine sehr lange Tradition. Heutzutage wird es in der Oberstufe als GK angeboten und kann als 3. oder 4. Abiturfach belegt werden. Als neu einsetzende Fremdsprache wird es mit 4 Wochenstunden unterrichtet.

 

  • Lehrbuch und Themen

In der Einführungs- bzw. Spracherwerbsphase (EF) arbeiten wir mit dem einbändigen Lehrbuch Ci Siamo und den dazugehörigen Materialien (Grammatik, Arbeitsheft, Audios). Zur Abwechslung und Festigung des Unterrichtsstoffes wird die Lehrwerksarbeit u.a. durch Sprachspiele, einfache Sach- und fiktionale Texte, Lieder und Filme ergänzt. Die elektronischen (internetfähigen) Tafeln, die in vielen Räumen der MSO zur Verfügung stehen, können in diesem Zusammenhang sinnvoll und hilfreich eingesetzt werden. Besonderes Augenmerk wird bereits zu Beginn der Spracherwerbsphase auf die Mündlichkeit gelegt, um Schülerinnen und Schüler in einer zunehmend globalisierten Welt kommunikationsfähig zu machen. Dazu werden authentische Kommunikationssituationen geschaffen (z.B. Begrüßen und sich vorstellen, von seinen Hobbies etc. berichten, Bestellen in einem Restaurant usw.). Dieser Schwerpunkt zeigt sich auch in den mündlichen Teilprüfungen innerhalb einer Klausur der Q1 sowie einer verpflichtenden mündlichen Prüfung in der Q2, die eine schriftliche Klausur ersetzt. Hinzu kommt die Förderung des selbstreflektierenden Sprachenlernens, bei dem auf bereits erlernte Fremdsprachen, deren Grammatik und Wortschatz sowie Lerntechniken zurückgegriffen wird. In der Qualifikationsphase (Q1 und Q2) werden die für das Zentralabitur relevanten Themen und Kompetenzen wie die Analyse von modernen literarischen Texten durchgenommen. 

 

  • Austausch und Studienfahrten

Der seit 2016 stattfindende Austausch mit einer Schule in der Nähe Roms ermöglicht unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur ihre im Unterricht erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in realen Situationen anzuwenden, sondern trägt auch dazu bei, sich für eine andere Lebenswelt zu öffnen und aufgeschlossener für Neues und Fremdes zu werden. 

Darüber hinaus werden jedes Jahr eine oder auch mehrere kursabhängige Studienfahrten nach Italien durchgeführt (bevorzugt Toskana sowie Rom und Latium und Golf von Neapel mit Pompeji). 

Kunst

Joseph Beuys' Aussage „Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst.“ beschreibt treffend das Ziel des Kunstunterrichts an der Marienschule: Kreativität fördern, Gestaltungsfreude wecken und Mut machen, die eigenen Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen. Kunst dient dabei als Geheimnis, Diskussionsanstoß und Schaffensziel. Historische und kulturelle Kontexte in der Kunst öffnen Horizonte der Toleranz und des Verständnisses für eigene und fremde Wurzeln.

 

  • Erziehungs- und Bildungsziele

In einer visuell reizüberfluteten Welt wird es immer wichtiger, manipulative Gestaltungsmechanismen in den Medien zu erkennen und selbst anzuwenden. Dies stärkt die Selbstbestimmung und Mündigkeit der Schüler. Bildhafte Darstellungen regen individuelle Reflexionen an und fördern das Bewusstsein für das eigene Selbst und die eigenen Haltungen.

 

  • Ganzheitliches Lernen

Der Kunstunterricht an der Marienschule setzt auf ein ganzheitliches Verständnis von Lernen und Wachsen. Handwerkliche Tätigkeiten bieten eine reale Alternative zum digitalisierten Alltag. Unterschiedliche künstlerische Bereiche wie Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Collage ermöglichen individuelle Auseinandersetzungen mit Material und Motiv. Fächerübergreifende Projekte, wie das Stationenlernen zum Thema „Farbe, Licht und Schatten“ in Stufe 5, bereichern den Unterricht.

 

  • Präsentation und Reflexion

Schüler präsentieren ihre Werke in Ausstellungen und Wettbewerben, was Verantwortungsbewusstsein und Reflexion fördert. Feedback von Rezipienten stärkt das Selbstbewusstsein. Kooperationen mit freischaffenden Künstlern und Kulturstätten sowie Museumsbesuche erweitern den kulturellen Horizont.

 

  • Stufenweiser Aufbau

Der Kunstunterricht beginnt in den Klassen 5 und 6 und wechselt in den Klassen 7-9 mit Musik. In der Oberstufe wird Kunst als Grund- und Leistungskurs angeboten. Eine Kreativ-AG und Fachfortbildungen für Lehrer unterstützen das anhaltende Interesse der Schüler.

 

Musik

Der Musikunterricht ist ein zentraler Bestandteil der musikalischen Aktivitäten an der Marienschule. In den Klassen 5 und 6 wird Musik zweistündig unterrichtet. Ab der 7. Klasse wechseln sich Musik und Kunst halb- bzw. jährlich ab. In der Oberstufe können Schüler zwischen Musik, Kunst und Literatur wählen, wobei seit 2001 ein Musik-Leistungskurs angeboten wird, eine Seltenheit an vielen Schulen.

 

  • Ausstattung und Lehrkräfte

Das Fach Musik wird von sechs Lehrpersonen unterrichtet, drei davon in allen Stufen. Die Schule verfügt über zwei große Unterrichtsräume mit Flügeln, mehrere kleine Übungsräume, einen weiteren großen Raum mit Klavier und eine umfangreiche Ausstattung an Instrumenten und modernen Musiktechnologien, einschließlich einer elektronischen Tafel und Computerräumen mit Musik- und Notationsprogrammen.

 

  • Unterricht und Projekte

Der Musikunterricht ist handlungs- und produktionsorientiert, legt aber auch Wert auf musiktheoretische und -geschichtliche Kenntnisse. Fächerübergreifende Projekte, insbesondere mit Kunst, Deutsch, Sport und Religion, bereichern den Unterricht. Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden bei Schulmessen, Konzerten, Weihnachtsfeiern, Schulkarneval und Klassenprojekten präsentiert.

 

  • Exkursionen und AGs

Musikveranstaltungen wie Besuche in der Kölner Philharmonie, der Kölner Oper und den Leverkusener Jazztagen sind fest in den Unterricht integriert. Das Jugendabonnement der Kölner Philharmonie ist seit über zehn Jahren ein Highlight für Schüler verschiedener Jahrgangsstufen.

Im AG-Bereich gibt es ein Orchester, Chöre für verschiedene Stufen, die "Chorgemeinschaft Marienschule" und den Gospel-Chor "The Amazingers". Die Revue-AG und schülergeleitete Musicalprojekte bieten weitere kreative Plattformen.

 

  • Konzerte und Präsentationen

Schülerensembles und Musikkurse präsentieren ihre Ergebnisse zweimal jährlich bei Schulkonzerten in der Aula. Eine mehrtägige Chor- und Orchesterfahrt im Januar ist ein besonderes Highlight.

Besuchen Sie unsere Konzerte und Veranstaltungen und erleben Sie die Vielfalt der Musik an der Marienschule!

 

Literatur

Der Spruch „Die Marienschule ist ein Theater, an dem man auch Abitur machen kann!“ mag überspitzt sein, trifft aber den Kern: Die Marienschule legt einen besonderen Schwerpunkt auf die theatralen Künste, maßgeblich durch die Literaturkurse.

 

  • Geschichte und Didaktik

Seit über 20 Jahren gibt es das Fach „Literatur“ an der Marienschule, seit 1999 durch Richtlinien des NRW-Schulministeriums didaktisch untermauert. Diese Richtlinien betonen den „Werkstattcharakter“ des Faches, wobei projektorientiertes Lernen und gemeinsame Entscheidungen im Vordergrund stehen.

 

  • Kursstruktur und Projekte

Der Reiz des „Werkstatt“-Ansatzes liegt in Vorprojekten zu „Theater“, „Film“ und „Kreativem Schreiben“, die den Schülern einen umfassenden Eindruck vermitteln. Die Entscheidungsfindung, welches Projekt zur Aufführung kommt, ist spannend und erfordert motivierte Kursmitglieder. Viele Schüler schätzen die Möglichkeit, auf der „großen Bühne“ vor Publikum zu spielen, und nehmen Zusatzproben und Auswendiglernen gerne in Kauf.

 

  • Vielfältige Aufgabenbereiche

Nicht jeder muss schauspielern: Regie, Dramaturgie, Bühnenbild, Requisite, Kostüm, Technik und Öffentlichkeitsarbeit sind ebenso wichtig und bieten vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen.

 

  • Rahmenbedingungen

Die Schulaula bietet 200-250 Sitzplätze, eine gut ausgestattete Techniker-Empore und eine „Guckkastenbühne“ mit automatischem Vorhang. Eine gut bestückte Kleiderkammer, ein Möbellager und umfangreiche Bühnenbilder unterstützen die Produktionen. Das Equipment für Filmprojekte wurde modernisiert.

 

  • Kursdetails

„Literatur“ ist ein dreistündiger Grundkurs im musischen Bereich, der verpflichtend ist, wenn weder Kunst noch Musik weitergeführt werden. Der Kurs wird benotet, wobei Teamfähigkeit, Engagement und Zuverlässigkeit besonders gewichtet werden. Aufgrund des hohen Interesses werden meist drei Kurse pro Jahrgang angeboten.

 

  • Aufführungen und Erfolge

Die Theaterproduktionen reichen von Gesellschaftskomödien wie „Acht Frauen“ bis zu phantastischen Stoffen wie „Alice im Wunderland“. Politisch engagierte Stücke wie Frischs „Chinesische Mauer“ sind ebenfalls vertreten. Die Filmkurse setzen oft Schulerlebnisse kreativ um.

Der tosende Applaus nach den Aufführungen ist der krönende Abschluss eines langen, aufwändigen Prozesses und entschädigt für viele Mühen.

 

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT)

Mathematik

Der Mathematikunterricht an der Marienschule wird in den Klassen 5 bis 8 vierstündig, in den Klassen 9 bis 10 dreistündig, im Grundkursbereich der Oberstufe ebenfalls dreistündig und im Leistungskursbereich fünfstündig pro Woche erteilt.

 

  • Zentrale Prüfungen

Zentrale Klausuren und Prüfungen sind ein weiterer wichtiger Aspekt. In Klasse 8 gibt es eine Lernstandserhebung, in Klasse 10 eine zentrale Klausur und das Abitur in Klasse 12 ist ebenfalls landesweit zentral gestellt.

 

  • Lernumgebung und Methodik

Mathematikunterricht an der Marienschule fördert logisches Denken, Abstraktionsvermögen und räumliche Vorstellungskraft. Ein angstfreies Lernumfeld, in dem Fragen und Fehler erlaubt sind, ist essenziell. Die Schule legt großen Wert darauf, jedem Schüler gerecht zu werden und ihn behutsam an mathematische Verfahren heranzuführen.

 

  • Nutzung von Technologien

Taschenrechner werden ab Klasse 9 regelmäßig eingesetzt, um die Kopfrechenfähigkeit zu stärken. Graphische Taschenrechner (GTR) kommen ab Klasse 10 zum Einsatz. Ein Teil der Abiturklausuren ist hilfsmittelfrei, um die algebraische Kompetenz zu fördern. In der Mittelstufe wird auch mit Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel gearbeitet.

 

  • Unterstützung und Wettbewerbe

Schwächere Schüler können am Förderunterricht teilnehmen, und begabte Oberstufenschüler bieten Nachhilfe an. Die Marienschule nimmt regelmäßig an Wettbewerben wie dem Känguruwettbewerb und der Mathematik-Olympiade teil, um begabte Schüler zu fördern. Zudem gibt es gruppenorientierte Wettbewerbe in Maastricht und Köln sowie Sommercamps für besonders begabte Schüler.

Die Marienschule bietet somit einen praxisorientierten und schülerzentrierten Mathematikunterricht, der sowohl schwächere als auch besonders begabte Schüler fördert.

 

Biologie

Die Marienschule verfügt über vier modern ausgestattete Fachräume für den Biologieunterricht. Diese Räume sind mit Schülerarbeitsplätzen und ActiveBoards ausgestattet. Zwei Räume sind komplett mit Mikroskopen und Binokularen ausgestattet, was praxisnahen Experimentalunterricht jederzeit möglich macht. Die Ausstattung wurde durch den Verein der Freunde und Förderer erheblich erweitert, was einen zeitgemäßen und anschaulichen Unterricht ermöglicht.

 

  • Stundentafel und Unterrichtsinhalte

In den Klassen 5, 6, 7 und 9 umfasst der Biologieunterricht jeweils zwei Wochenstunden und vermittelt eine umfassende Grundbildung der biologischen Phänomene und Systeme. In den Stufen 8/9 wird im Differenzierungsbereich abwechselnd Biologie/Erdkunde und Biologie/Chemie angeboten. Der Unterricht legt einen Grundstein für ganzheitliche Bildung und betont die Bewahrung der Schöpfung und die verantwortungsvolle Aufgabe des Menschen als Mitgestalter der Natur.

 

  • Oberstufe und Projekte

In der Oberstufe wird Biologie in mehreren Grundkursen und meist zwei Leistungskursen pro Stufe angeboten. Neben fachlichen Inhalten werden wissenschaftspropädeutische Prinzipien und selbstständiges Lernen vermittelt. Dies geschieht durch theoretischen und praktischen Unterricht sowie zahlreiche Projekte und Exkursionen.

 

  • Kooperationen und Exkursionen

Der Biologieunterricht integriert Projekte wie die Zusammenarbeit mit dem NaturGut Ophoven, das Streuobstwiesenprojekt mit dem BUND und der Currenta-GmbH, sowie Gesundheitsprojekte mit der AOK-Rheinland. Exkursionen führen in den Zoo, zu biotechnologischen Praktika, zum Neandertalmuseum und zu Universitäten.

 

  • Arbeitsgemeinschaften

Biologisch ausgerichtete AGs sind fester Bestandteil des Schullebens. Dazu gehören die schuleigene Imkerei, die Pflege des Schulgartens mit Teichanlage und Kräuterspirale sowie Recyclingprojekte. Diese Aktivitäten verdeutlichen die wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Umwelt und sensibilisieren für einen sorgsamen Umgang mit der Natur.

Die Marienschule bietet somit einen modernen, praxisnahen und ganzheitlichen Biologieunterricht, der durch vielfältige Projekte und Kooperationen bereichert wird.

 

Chemie

Seit dem Umbau der naturwissenschaftlichen Räume im Jahr 2007 stehen der Marienschule zwei vollständig ausgestattete Fachräume für den Chemieunterricht zur Verfügung. Diese Räume bieten Schülerarbeitsplätze mit Strom, Wasser und Gas, sowie Präsentations- und Schülerabzüge und Beamer, die einen zeitgemäßen Unterricht ermöglichen. Ein durch Spenden finanzierter Laptopwagen wird die mediale Ausstattung bald komplettieren.

 

  • Experimenteller Unterricht

Das Experiment ist ein zentrales Mittel im Chemieunterricht der Marienschule. Dank der guten Ausstattung, finanziert durch den Förderverein und großzügige Spenden, können Schüler in Gruppen von zwei bis vier Lernenden praktische Übungen durchführen. Die Bayer Science Foundation und der Fonds der chemischen Industrie haben durch ihre Unterstützung den Bestand an Waagen, Heizplatten und Extraktionsapparaturen erweitert. Mikroglasbaukästen ermöglichen Versuche mit geringen Aufwandmengen. Jährliche Chemikalienspenden der Firma BASF entlasten den Verbrauchsmitteletat, und der ChemiePOOL der Uni Wuppertal erlaubt digitale Messwerterfassung in Klassenstärke.

 

  • Ziele und Wettbewerbe

Der Chemieunterricht zielt darauf ab, lebensweltliche Phänomene erfahrbar und erklärbar zu machen und das Interesse an chemischen Fragestellungen zu wecken. Dies geschieht durch schülerzentrierten Unterricht und die Teilnahme an Wettbewerben wie „Chemie entdecken“, DECHEMAX und der Internationalen Junior ScienceOlympiade.

 

  • Exkursionen und Vorträge

Regelmäßige Exkursionen ergänzen den Unterricht: Besuche im Klärwerk, BayLab plastics, BayLab plants, sowie Universitäts- und Werksbesichtigungen. Experimentalvorträge im Baykomm und Besuche von Wissenschaftlern der Bayer AG erweitern das Angebot.

 

  • Fortbildung und Projekte

Die Fachgruppe Chemie nimmt regelmäßig an fachdidaktischen Fortbildungen teil und engagiert sich in Projekten zur Unterrichtsentwicklung und Lehrerfortbildung.

Insgesamt bietet die Marienschule einen modernen, experimentellen und schülerzentrierten Chemieunterricht, der durch vielfältige Projekte und Kooperationen bereichert wird.

 

Physik

Die Marienschule war lange Zeit eine Mädchenschule, bei der Naturwissenschaften nicht im Vordergrund standen. Dies änderte sich mit dem Bau des Neubaus 1972 und der Aufnahme von Jungen. Mit der Übernahme durch das Erzbistum Köln 1996 wurde die Stärkung der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, ein zentrales Anliegen. Dies wurde durch die Einstellung neuer, gut ausgebildeter Lehrer und den Komplettumbau des Neubaus erreicht. Die Ausbildung von Lehramtskandidaten an der Marienschule brachte frischen Wind in die Fachschaft Physik und führte zu methodischen und strukturellen Verbesserungen.

 

  • Schülerzentrierter Unterricht

Schülerzentrierte Unterrichtsformen haben im Physikunterricht einen hohen Stellenwert. Die Teilnahme am SchulPool der Universität Wuppertal ermöglicht es, aufwändige oder rechnergestützte Experimente für die gesamte Lerngruppe zugänglich zu machen. Die Physiksammlung wurde um wichtige Versuche ergänzt und alte durch neue ersetzt. Die Physikräume sind mit elektronischen Tafeln und hochwertigen Schülerarbeitsplätzen ausgestattet, was zeitgemäßen Unterricht ermöglicht.

 

  • AGs und Wettbewerbe

Um das große Interesse der Schüler an Physik zu befriedigen, gibt es die Physik-AG „Physik-Aktiv“ und regelmäßig einen Physikleistungskurs. Die Teilnahme an Physikwettbewerben wird durch die AG angeregt und unterstützt.

 

Gesellschaftswissenschaften

Erziehungswissenschaft (Pädagogik)

Der Pädagogikunterricht hat an der Marienschule eine lange Tradition, die bis zur Gründung durch die Armen Dienstmägde Jesu Christi zurückreicht. Ursprünglich als Vorbereitung auf soziale Berufe gedacht, hat sich das Fach im Laufe der Zeit weiterentwickelt und wurde in den 70er Jahren mit der Einführung der differenzierten Oberstufe in „Erziehungswissenschaften“ umbenannt, um die stärkere wissenschaftliche Ausrichtung zu betonen.

 

  • Wissenschaftliche Vernetzung

Das Fach Erziehungswissenschaften vernetzt seine Inhalte mit anderen Human- und Gesellschaftswissenschaften, wie Soziologie, Psychologie, Biologie, Geschichte, Philosophie und Anthropologie. Dies ermöglicht eine umfassende Analyse und Reflexion pädagogischer Themen vor verschiedenen wissenschaftlichen Hintergründen.

 

  • Leitgedanke und Themen

Der Leitgedanke „Der Mensch wird erst Mensch durch Erziehung“ von Immanuel Kant prägt den Unterricht. Die Entwicklung des Menschen und die Herausbildung zentraler Fähigkeiten wie soziale, emotionale, geistige und moralische Kompetenzen werden im gesellschaftlichen Kontext untersucht. Themen des Zentralabiturs wie die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf die Identitätsbildung, Gewaltentstehung, interkulturelle Erziehung und moralische Entwicklung unterstreichen die Aktualität und Relevanz des Fachs.

 

  • Persönlichkeitsentwicklung

Der Unterricht fördert die kritische Reflexion der eigenen Identitätsbildung durch biographisches Lernen und Fallbeispiele. Die Verknüpfung von Theoriewissen, gesellschaftlichen Bezügen und eigenen Erfahrungen erklärt die hohe Akzeptanz des Fachs bei den Schülern. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Selbstverständnis in Familie und Beruf.

 

  • Praktische Ausrichtungen und Exkursionen

Das Fach bietet zahlreiche handlungsorientierte Arbeitsmöglichkeiten, darunter Exkursionen zu Kindergärten, alternativen Schulformen, therapeutischen Einrichtungen und Institutionen, die sich gegen extremistisches Gedankengut engagieren. Kooperationen mit Hilfsorganisationen wie dem Kinderschutzbund, Unicef und FairTrade-Partnern sind ebenfalls Teil des Unterrichts.

 

  • Einbindung ins Schulleben

Ein besonderes Merkmal ist die Verknüpfung mit pädagogischen Kompetenztrainings für jüngere Schüler. Schüler der Erziehungswissenschaftskurse übernehmen Funktionen in Projekten wie „Fair Streiten“, „Lernen mit allen Sinnen“ und der Kleinkinderbetreuung am Tag der Offenen Tür, wodurch der Fachunterricht aktiv ins Schulleben integriert wird.

Die Marienschule bietet somit einen modernen und praxisorientierten Pädagogikunterricht, der durch wissenschaftliche Vernetzung und handlungsorientierte Projekte bereichert wird.

 

PäDa - Pädagogik praktisch

Die Beschreibung des Faches ist zur Zeit in Bearbeitung.

Geographie (Erdkunde)

Der Wandel zur Informations- und Wissensgesellschaft sowie die zunehmende Globalisierung haben die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht verändert. Auch das Fach Erdkunde (in der Oberstufe Geographie) muss sich diesen Veränderungen anpassen, indem es seine Aufgaben, Ziele, Lehrpläne und Unterrichtsgestaltung weiterentwickelt.

 

  • Interdisziplinäre Ausrichtung

Erdkunde hat sich von der traditionellen Länderkunde zu einer "Raumwissenschaft" entwickelt und verknüpft heute Natur- und Gesellschaftswissenschaften unter dem Aspekt der Mensch-Raum-Beziehung. Der Unterricht fördert vernetztes Denken in einer komplexen Welt und orientiert sich an aktuellen Ereignissen.

 

  • Schülerzentrierter Ansatz

Der Unterricht zielt darauf ab, Schüler in angemessenen Lernschritten zu Kenntnissen, Fähigkeiten und Einsichten zu führen, ihnen aber auch Freiraum für Mitwirkung und Selbstfindung zu lassen. Dabei werden ihre vorhandenen Erfahrungen und Interessen aufgegriffen und neue Interessen gefördert.

 

  • Methodische Vielfalt

Konkrete Raumbeispiele werden genutzt, um naturräumliche, wirtschafts- und sozialgeographische Charakteristika zu untersuchen. Der Atlas dient als Basisinformationsquelle, und verschiedene Arbeitstechniken werden erlernt. Eigenverantwortliches Arbeiten wird durch Erkundungsgänge, Befragungen, Rollenspiele und Pro-Contra-Diskussionen gefördert. Ergänzt wird der Unterricht durch Exkursionen und Studienfahrten.

 

  • Ökologisches Bewusstsein

Ein primäres Erziehungsziel der Marienschule ist der Einsatz für die Erhaltung der Schöpfung Gottes. Schüler sollen Verhaltenskompetenzen entwickeln, die zur Schärfung des ökologischen Bewusstseins beitragen. Praktische Arbeit im Rahmen ökologischer Themen hat besonderes Gewicht, um die Verantwortung für nachhaltiges Handeln zu stärken.

 

  • Fächerübergreifende Zusammenarbeit

In der Stufe 5 erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem NaturGut Ophoven, und in der Stufe 8 wird das Thema „Klima“ mit der schuleigenen Wetterstation veranschaulicht. Im Wahlpflichtbereich Biologie/Erdkunde werden Kenntnisse zu den Lebensräumen Boden, Wasser und Luft vermittelt, um fundiertes ökologisches Denken zu fördern.

Der Erdkundeunterricht an der Marienschule ist somit interdisziplinär, praxisorientiert und fördert ein tiefes ökologisches Bewusstsein bei den Schülern.

 

  • Curricula

Curriculum Geographie (2022)

Geschichte

Der Geschichtsunterricht an der Marienschule zielt darauf ab, historisch-politisches Bewusstsein zu entwickeln und zu schärfen. Schüler sollen komplexe historische Zusammenhänge erkennen und kritisch reflektieren können. Multiperspektivität und Multikausalität sind zentrale Kategorien des Unterrichts.

 

  • Unterrichtsstruktur

In der Sekundarstufe I findet der Unterricht in den Klassen 6, 7, 9 und 10 jeweils zweistündig statt. In der Oberstufe gibt es mehrere parallele Grundkurse, Leistungskurse in der Qualifikationsphase und Zusatzkurse im Abschlussjahrgang. Ein speziell eingerichteter Geschichtsfachraum mit Activeboard unterstützt die moderne Vermittlung von Geschichte.

 

  • Ziele und Methoden

Der Unterricht fördert die Fähigkeit, Unterschiede zwischen gegenwärtigen und historischen Werten und Normen zu erkennen und diese für eine eigene Beurteilung zu reflektieren. Ziel ist es, diese Erkenntnisse in Handlungskompetenz umzusetzen.

 

  • Aktivitäten und Exkursionen

Geschichte soll erlebbar und erfahrbar werden. Daher werden in der Sekundarstufe I und II verschiedene Aktivitäten angeboten:

Klasse 6: Steinzeitprojekt im Naturgut Ophoven oder Besuch des Römisch-Germanischen Museums in Köln

Klasse 9: Besuch des EL-DE-Hauses in Köln und Abschlussfahrt nach Berlin

Klasse 12: Exkursion zum Haus der Geschichte in Bonn

Stufenübergreifend: Veranstaltungen rund um den 27. Januar, wie Zeitzeugengespräche und literarische Lesungen

Der Geschichtsunterricht an der Marienschule ist somit praxisnah, kritisch und darauf ausgerichtet, Geschichte lebendig zu vermitteln.

 

Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften

Aus dem Selbstverständnis unserer Schule und den Grundlagen der kath. Soziallehre ergeben sich Zielsetzungen für den Unterricht gerade auch im gesellschaftswissenschaftlichen Fach Politik/Wirtschaft. Denn politische und wirtschaftliche Bildung ist die Grundlage einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Dazu gehört zum einem ein solides Grundwissen über die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse in unserer Zeit. Dazu gehört aber auch der Erwerb bzw. die Einübung grundlegender Kompetenzen eines politisch-demokratischen Handelns. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen so in die Lage versetzt werden, eigene Standpunkte zu politischen Themen zu entwickeln und diese in Entscheidungsfindungsprozesse einzubringen. Sie sollen dadurch ermutigt werden, selbstbewusst ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu beteiligen.

Lehrbuch: Floren: Politik/Wirtschaft aus dem Schöningh-Verlag

Der Kernlehrplan für unsere Schule wurde so umgesetzt, dass er mit Hilfe des o.a. Lehrwerkes realisiert werden kann.

 

Sowi:e2 (Entrepreneurship Education)

Die Beschreibung für das Fach ist zur Zeit in Bearbeitung.

Religion & Sport

Katholische Religionslehre

An der Marienschule hat der Religionsunterricht einen besonderen Stellenwert, da er zentrale Fragen des Lebens, wie das Woher und Wohin der Welt, in den Mittelpunkt stellt. Die Antworten, die den Schülern vermittelt werden, sind geprägt von Freude, Glauben und Hoffnung, wie es auch die Titel der Schulbücher widerspiegeln: „Zeichen der Freude“, „... des Glaubens“, „... der Hoffnung“. Diese Antworten zeigen, dass ein gelingendes Leben auf dem Glauben an den Dreieinigen Gott aufgebaut werden kann.

 

  • Wissenschaft und Glaube

Ein wichtiger Aspekt des Religionsunterrichts ist die Vermittlung, dass Glaube und Wissenschaft sich nicht widersprechen, sondern ergänzen. Schüler sollen beispielsweise verstehen, warum das naturwissenschaftliche Weltbild und der biblische Schöpfungsglaube keine Gegensätze darstellen.

 

  • Glaubenswissen und Verinnerlichung

Der Unterricht vermittelt nicht nur Glaubenswissen, sondern hilft den Schülern auch, den Glauben zu verinnerlichen und im gemeinsamen Tun erfahrbar zu machen. Dazu dienen Schulgebete, Schulmessen, religiöse Orientierungstage, Wallfahrten und das Sozialpraktikum. Hier erfahren die Schüler, dass die Würde des Menschen von Gott geschaffen und geliebt ist, unabhängig von seiner gesellschaftlichen Leistung.

 

  • Dialog und Urteilsfähigkeit

Der Religionsunterricht fördert auch die Dialogbereitschaft und Urteilsfähigkeit im Kontakt mit anderen Religionen und Überzeugungen. Diese Themen sind in allen Jahrgangsstufen präsent, um die Schüler zu einem verantwortlichen Umgang mit dem christlichen Glauben und anderen Weltanschauungen zu befähigen.

 

  • Zielsetzung

Ziel des Religionsunterrichts ist es, den Schülern religiöse Kompetenz zu vermitteln, die sie zu verantwortlichem Handeln in Gesellschaft und Kirche befähigt. Sie sollen lernen, mit ihrer eigenen Religiosität in einer pluralen Welt umzugehen und diese in Einklang mit anderen Religionen und Weltanschauungen zu bringen.

Der Religionsunterricht an der Marienschule ist somit sinnstiftend, dialogbereit und fördert die ganzheitliche Entwicklung der Schüler in einer pluralistischen Gesellschaft.

 

Evangelische Religionslehre

Der Evangelische Religionsunterricht an der katholisch geprägten Marienschule nimmt eine besondere Stellung ein. Etwa 20% der Schüler sind evangelisch und nehmen kontinuierlich am Evangelischen Religionsunterricht teil, auch in der Oberstufe. Eine Abwahl des Faches oder die Wahl eines Ersatzfaches ist nicht möglich. Diese Kontinuität stärkt die religiöse und konfessionelle Identität der Schüler, da die Kurse oft in unveränderter Zusammensetzung von der Klasse 5 bis zum Abitur bestehen bleiben.

 

  • Zusammenarbeit und Gemeinschaft

Die evangelischen Religionslehrer arbeiten vertrauensvoll und kollegial mit ihren katholischen Kollegen zusammen und bilden eine gemeinsame Fachkonferenz. Diese Zusammenarbeit fördert eine einheitliche und integrative religiöse Bildung an der Schule.

 

  • Gottesdienste und Exkursionen

Regelmäßige evangelische Schulgottesdienste werden in Kooperation mit den Pfarrern der evangelischen Kirchengemeinde Opladen durchgeführt. Schüler der Unterstufe nehmen monatlich an einem evangelischen Gottesdienst teil, während die Mittelstufe zweimal pro Halbjahr eigenverantwortlich Gottesdienste vorbereitet. In der Oberstufe beteiligen sich die Schüler an ökumenischen Gottesdiensten. Gelegentliche Fachexkursionen, wie zum Evangelischen Kirchentag, ergänzen das religiöse Leben.

 

  • Sozialpraktikum und Praktikumsbericht

Der Evangelische Religionsunterricht ist ebenso wie der Katholische an der Betreuung des Sozialpraktikums im ersten Oberstufenjahr beteiligt. Der Praktikumsbericht, den die Schüler anfertigen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Religionsnote im zweiten Halbjahr des ersten Oberstufenjahres.

 

  • Fazit

Der Evangelische Religionsunterricht an der Marienschule bietet den Schülern Stabilität und eine starke konfessionelle Identität. Durch enge Zusammenarbeit mit den katholischen Kollegen und eine Vielfalt an religiösen Aktivitäten und Praktika wird eine integrative und umfassende religiöse Bildung gewährleistet.

 

Sport

Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Marienschule setzen Bewegung, Spiel und Sport als Mittel zur individuellen Entwicklungsförderung ein. Ziel ist es, den Schülern eine breite Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur zu vermitteln, die weit über die traditionellen Sportarten hinausgeht.

 

  • Pädagogische Ziele und Methoden

Der Sportunterricht an der MSO zielt darauf ab, die Mehrperspektivität des Sports zu verdeutlichen und zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung beizutragen. Schülerorientierung, Mitbestimmung und Selbstständigkeit sind zentrale Prinzipien, die durch reflektierte Koedukation und gegenseitige Wertschätzung gefördert werden.

 

  • Vielfältiges Bewegungsangebot

In der Sekundarstufe I wird in drei aufeinanderfolgenden Jahren für jeweils ein Halbjahr Schwimmunterricht angeboten, um die Schwimmfähigkeit und Sicherheit im Wasser zu verbessern. Neben traditionellen Sportarten werden auch alternative Aktivitäten wie Parcours, Rope-Skipping, Unihockey, Korfball und Ultimate-Frisbee angeboten. Die Schule verfügt über moderne Sporteinrichtungen, darunter eine Sporthalle, einen Gymnastik-/Tanzsaal und diverse Sportgeräte wie Slacklines und Einräder.

 

  • Außerunterrichtliche Aktivitäten

Bewegung ist ein Prinzip, das den gesamten Schultag und das Schulleben prägt. Während der Übermittagsbetreuung steht die Sporthalle den Schülern zur Entspannung zur Verfügung. Auf dem Pausenhof und in der Aula gibt es Möglichkeiten zum Tischtennisspielen und für eine „Bewegte Pause“ mit ausleihbarem Spielmaterial.

 

  • Sportwettkämpfe und Kooperationen

Die MSO nimmt an Stadtmeisterschaften und leichtathletischen Wettkämpfen teil und kooperiert mit externen Partnern wie den „Bayer-Giants“ für Basketball-AGs. Regelmäßig besuchen Oberstufenschüler die Deutsche Sporthochschule, um sich über Sportstudiengänge zu informieren.

 

  • Besondere Veranstaltungen

Eine Ski-Freizeit in den Winterferien und ein zweijährliches Sportfest bieten zusätzliche sportliche Highlights. In Zusammenarbeit mit dem Schülergremium (SR) werden regelmäßig Turniere organisiert. Die Ausbildung von Sporthelfern wird derzeit vorbereitet, um Schülern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv im Schulsport zu engagieren.

Der Sportunterricht an der Marienschule ist somit vielfältig, inklusiv und fördert die ganzheitliche Entwicklung der Schüler durch ein breites Bewegungsangebot und zahlreiche außerunterrichtliche Aktivitäten.

 

 

        Curriculum Sekundarstufe II (2023)