Wechselhafte Raumnutzung

Seit ihrer Gründung im Jahr 1866 hat sich die Marienschule nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich stetig weiterentwickelt. Dies zeigt sich auch im Jubiläumsjahr 2026: Während der sogenannte „Neubau“ umfassend saniert wird und eine neue Mensa entsteht, lohnt sich zugleich ein Blick auf die bewegte Geschichte der bestehenden Schulgebäude.

Besonders eindrucksvoll lässt sich dieser Wandel an einem Raum im Altbau nachvollziehen. Der Bereich des heutigen Lehrerzimmers, der an die überdachte Pausenhalle angrenzt, gehört zu den ältesten Teilen der Marienschule. Seine Nutzung spiegelt auf besondere Weise die wechselvolle Geschichte der Schule wider.

Während des Ersten Weltkriegs wurde dieser Gebäudeteil als Lazarett genutzt. Ein Foto aus dem Jahr 1914 dokumentiert diese außergewöhnliche Verwendung und erinnert daran, wie sehr die Ereignisse der Zeit auch das Schulleben beeinflussten.

Nach dem Ende des Krieges erhielt der Raum eine neue Funktion: Über viele Jahre diente er als Turnsaal der Schule. Davon zeugt eine Aufnahme aus dem Jahr 1923, auf der auch Schwester Corona zu sehen ist. Sie prägte die Schulgemeinschaft über viele Jahre hinweg und bleibt bis heute ein wichtiger Teil der Geschichte der Marienschule.

Die Entwicklung dieses einen Raumes verdeutlicht, wie eng die Geschichte der Schule mit den gesellschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit verbunden ist. So erzählt jeder Winkel des Schulgebäudes ein Stück der inzwischen 160-jährigen Geschichte der Marienschule.