Kindergarten der Marienschule

Im Jubiläumsjahr unserer Schule lohnt sich ein Blick auf eine Persönlichkeit, die für ihre Entstehung von herausragender Bedeutung war: Katharina Kasper (1820–1898), Gründerin der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Ihr Wirken war geprägt von einem tiefen christlichen Glauben und dem Wunsch, Menschen durch tätige Nächstenliebe zu dienen.

Ihre Berufung fasste Katharina Kasper selbst in einem Satz zusammen: „Der Zweck unseres Vereins ist die Ausbreitung des Glaubens durch Belehrung, Beispiel und Gebet.“ Die praktische Umsetzung dieses Auftrags sah sie vor allem in der Hilfe für Menschen in Not. So entstanden unter der Leitung der Armen Dienstmägde Jesu Christi zahlreiche Wirkungsfelder, darunter die Krankenpflege, die Sozialarbeit und die Bildungsarbeit.

Besondere Bedeutung kam dabei der Erziehung und Bildung von Kindern zu. Bereits im 19. Jahrhundert engagierten sich die Schwestern in sogenannten „Kinder-Verwahr- oder Bewahrschulen“, den Vorläufern der heutigen Kindergärten. Dieses Engagement prägte auch die Geschichte der Marienschule. Neben der höheren Töchterschule wurde hier ein Kindergarten geführt, der wie die Schule selbst von den Schwestern betreut wurde.

Ein Foto aus dem Jahr 1927 erinnert an diese Zeit und zeigt den damaligen Kindergarten der Marienschule. Er befand sich an der Stelle, an der heute die überdachte Pausenhalle sowie der angrenzende St.-Remigius-Kindergarten stehen. Damit wird sichtbar, wie eng Bildung, Erziehung und christliche Fürsorge seit den Anfängen mit dem Leben unserer Schule verbunden sind.

Auch 160 Jahre nach ihrer Gründung bleibt das Vermächtnis Katharina Kaspers lebendig. Ihr Einsatz für Bildung, ihr Vertrauen auf die Kraft des Glaubens und ihr Dienst am Menschen prägen bis heute das Selbstverständnis unserer Schulgemeinschaft.