Die Gründung der Marienschule durch Dechant Stephan Krey

Johann Stephan Joseph Krey, geboren am 14. September 1803 in Benrath ist für die Gemeinde St. Remigius und für unsere Schule von herausragender Bedeutung. Bereits mit 25 Jahren übernahm der junge Krey im Jahr 1828 die Leitung der Pfarrei St. Remigius. Er wirkte bis zu seinem Tod 1873 in Opladen. In Kreys Schaffenszeit fallen mehrere bauliche Maßnahmen, die Opladen bis heute prägen. Zum einen setzte sich Dechant Krey für den Bau einer neuen und größeren Pfarrkirche ein, die die alte Kirche aus dem Jahr 1788 ersetzen sollte. Mithilfe großzügiger Spenden genehmigte 1861 das Generalvikariat den Neubau der heutigen Pfarrkirche St. Remigius, die bereits an Heiligabend 1863 eingeweiht werden konnte. 

Zum anderen verfolgte Krey bereits seit den 1850er Jahren ein anderes Ziel in Opladen: Die Errichtung eines Krankenhauses, das von den „Barmherzigen Schwestern“ geführt werden sollte, dem Vorgänger des heutigen St. Remigius Krankenhauses. Dieses konnte im Januar 1866 im „Haus Lindenkuhl“ an der alten Dorfstraße, der heutigen Altstadtstraße eröffnet werden. Anfangs unterhielten Aachener Franziskanerinnen den Dienst im neuen Krankenhaus. 

Da Dechant Krey jedoch auch die Eröffnung einer „Höheren Töchterschule“ mit katholischem Profil in Opladen verfolgte und die Aachener Franziskanerinnen keine Erlaubnis ihrer Ordensleitung für Tätigkeiten außerhalb der Krankenpflege erhielten, bemühte sich Dechant Krey um andere Ordensfrauen. Er fand sie in Dernbach, bei den Armen Dienstmägden Jesu Christi, die schon vorher Schulen übernommen hatten. Am 1. Juli 1866, die Franziskanerinnen waren zwei Tage vorher abgereist, trafen dann die Schwestern M. Theophilia und M. Evangelista in Opladen ein und begannen am 2. Juli, einem Montag mit dem Unterricht. Die Gründung der Marienschule war vollbracht!