Besinnungs- und Entdeckungstage der Stufe 9

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie junge Menschen durch Bildung, Ausbildung und Engagement neue Zukunftsperspektiven entwickeln können – und was es für uns bedeutet, Zukunft nicht nur im globalen Süden, sondern auch in unserer eigenen Lebenswelt als gemeinsame Aufgabe zu verstehen.

Im Januar nahmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 an den traditionellen Besinnungs- und Entdeckungstagen in Altenberg und Wegberg teil. Vier Tage lang setzten sie sich in Workshops, Gesprächen und kreativen Angeboten mit sich selbst, der Arbeit von Misereor und globalen Herausforderungen auseinander.

 

 


Das Programm der Besinnungs- und Entdeckungstage

Die Tage waren thematisch klar gegliedert:

1. Tag: „Ich und meine Welt“
Nach der Anreise standen das Kennenlernen, kreative Workshops und Spiele zum Einstieg in die Thematik im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten ihre eigenen Lebensbedingungen, Werte und Zukunftsvorstellungen.

2. Tag: „Blick über den Tellerrand“
An diesem Tag lernten die Teilnehmenden die Arbeit von Misereor sowie die diesjährige Fastenaktion kennen.

3. Tag: „Handeln für morgen“
Im Zentrum stand die Frage: Was können wir selbst tun?
Junge Erwachsene berichteten von ihrem „Jahr im globalen Süden“. In weiteren kreativen Workshops entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen, wie sie sich für eine gerechtere Zukunft einsetzen können.

4. Tag: Heimreise
Vor der Abreise wurden Ideen für den sogenannten Expeditionstag gesammelt und erste Projekte vorbereitet.

 

Der Expeditionstag – vom Nachdenken ins Handeln

Der Expeditionstag im Februar bildete den „fünften Tag“ der Besinnungstage. In frei wählbaren Workshops setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen konkret um. Dabei gab es folgende Angebote:

  • Kreislaufwirtschaft („Alte Handys, neue Chancen“)
  • Kamerun als Land mit Potential
  • Musik aus Kamerun
  • Unterricht zur Fastenaktion für die Jüngeren gestalten und durchführen
  • Soziale Unterschiede zwischen Kamerun und Deutschland
  • Gottesdienste zur Fastenzeit
  • Auswege aus der Perspektivlosigkeit
  • Müllsammlung
  • Spendenaktionen
  • Gestaltung des Glastreppenhauses zu Misereors Arbeit und der Fastenaktion
  • Social-Media-Posts zu den Besinnungstagen

Viele dieser Ergebnisse sind aktuell im Schulgebäude ausgestellt oder werden im Unterricht weiter aufgegriffen. Die Themen der Besinnungstage wirken so in die gesamte Schulgemeinschaft hinein.

 

Fastenzeit an der Marienschule

Während der laufenden Fastenzeit beschäftigen sich auch die Jahrgangsstufen 5 und 6 im Religions- und Politikunterricht mit der Misereor-Fastenaktion.

Ein besonderer Höhepunkt wird der Besuch eines Projektpartners aus Kamerun am 09.03. an der Marienschule sein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei die Möglichkeit, direkt mit einem Gast aus dem Partnerland ins Gespräch zu kommen und mehr über das Projekt vor Ort zu erfahren.

 

Stimmen aus der Jahrgangsstufe 9

Eine Schülergruppe fasst ihre Eindrücke so zusammen:

„Mit den Besinnungstagen verbinden einige jüngere Schüler*innen meist „beten“, „lernen“ oder „handyfreie Zeit“. Wir waren im Januar vier Tage lang mit unserer Parallelklasse in Altenberg auf den Besinnungstagen.

Insgesamt gab es drei Tage mit Workshops. Jeder Tag begann mit einem Morgenimpuls und endete mit einem Abendimpuls. Am ersten Tag ging es vor allem um uns selbst und darum, sich besser kennenzulernen.

Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit der Arbeit von Misereor und mit Kamerun, dem Land der diesjährigen Fastenaktion.

Am dritten Tag ging es darum, was wir selbst tun können, um etwas zu verändern. Dazu gehörten kreative Workshops und Informationen zu Freiwilligendiensten.

Diese Ideen dienten als Vorbereitung für den Expeditionstag im Februar, an dem wir unsere Projekte weiter ausgearbeitet haben.

Trotz des vollen Programms blieb viel Zeit für Gemeinschaft, Spiele und sportliche Aktivitäten, die von älteren Schülerinnen organisiert wurden. Insgesamt haben die Besinnungstage uns als Klasse sehr zusammengeschweißt und dazu ermutigt, auch auf die Bedürfnisse anderer zu achten.“

 

Zur digitalen Spendendose der Marienschule für die Fastenaktion 2026: https://www.misereor.de/spenden/spendenaktionen/eigene-spendenaktion-starten/?cfd=0f7iy